Winterreise von Franz Schubert mit Martin Berner, Bariton und Jürger Plich, Klavier


Pas­send zur Jah­res­zeit, wird am Frei­tag, dem 24. Novem­ber 2017, 20 Uhr, der Lied­zy­klus die „Win­ter­reise“ von Franz Schu­bert auf­ge­führt. Neben der „Schö­nen Mül­le­rin“ ist es der zweite große Lied­zy­klus Schu­berts. In bei­den hat er die Gedichte von Wil­helm Mül­ler ver­ar­bei­tet. Die vier­und­zwan­zig Lie­der berüh­ren immer wie­der die Zuhö­rer aufs Neue, denn es gibt wohl kei­nen Men­schen, der von Ihrem Thema – dem Gefühl ver­schmäh­ter Liebe und des Aus­ge­sto­ßen seins – nicht irgend­wann in sei­nem Leben ein­mal betrof­fen war. Das berühm­teste Lied, der „Lin­den­baum“, ist von vie­len schon in der Kind­heit gesun­gen wor­den. Die „Win­ter­reise“ ist wahr­schein­lich der belieb­teste und meist­auf­ge­führte Lied­zy­klus der Welt.

 

Die bei­den Künst­ler, Jür­gen Plich und Mar­tin Ber­ner lern­ten sich bei einer Auf­füh­rung von Ros­si­nis „Petit Messe Solenelle“ ken­nen und stell­ten spon­tan fest, dass sie musi­ka­li­sch per­fekt har­mo­nie­ren. Ihre künst­le­ri­sche Zusam­men­ar­beit und Freund­schaft besteht inzwi­schen seit meh­re­ren Jah­ren.

 

Als vor­bild­lich in der Dekla­ma­tion, kan­ta­bel und dyna­mi­sch fein schat­tiert wird der Bari­ton Mar­tin Ber­ner von der Presse beschrie­ben. Sie lobt außer­dem seine strah­len­den Höhen und seine gesun­den Tie­fen. Darum ist er regel­mä­ßig auf den gro­ßen Büh­nen und in den Kon­zert­sä­len Euro­pas zu Gast, u. a. an den Opern­häu­sern in Ham­burg, Köln, Basel, der Phil­har­mo­nie Paris und dem Kon­zert­haus Luzern. Ber­ner war fes­tes Ensem­ble­mit­glied am Thea­ter Aachen und am Staats­thea­ter Nürn­berg und sang dort neben den gro­ßen Mozart­par­tien (Papa­geno, Don Gio­vanni, Il Conte, Guglielmo) auch ita­lie­ni­sches und fran­zö­si­sches Reper­toire. Als Kon­zertsän­ger über­nahm er in den letz­ten Jah­ren immer wie­der die Bass­par­tie in Beet­ho­vens Neun­ter (Münch­ner Phil­har­mo­nie) und sang 2017 bei den Tiro­ler Fest­spie­len in Erl sowohl die Jesus­worte als auch die Bass-Arien in Bachs Mat­thäus-Pas­sion. Hier wer­den Sie auf die Home­page von Mar­tin Ber­ner geführt.

 

Jür­gen Plich ist ein viel­sei­ti­ger Pia­nist, der sowohl mit der Kla­vier-Solo­li­te­ra­tur von Bach bis Busoni als auch mit der Lied­li­te­ra­tur ver­traut ist. Er ist außer­dem Spe­zia­list für das Spiel auf Kon­zert­flü­geln des 19. Jahr­hun­derts. Als Solist wid­mete er sich in den letz­ten Jah­ren beson­ders dem Werk Mozarts, des­sen sämt­li­che Sona­ten er auch 2017 (u. a. in Mün­chen und Köln) zykli­sch auf­führt. Als Autor des Buches „Kla­vier­spie­len ist Leicht“ – erschie­nen 2013 bei Shaker-Media – phi­lo­so­phierte er über Fra­gen der Kla­vier­päd­ago­gik. Als Lied­be­glei­ter war er Part­ner zahl­rei­cher nam­haf­ter Sän­ger; mit Ruth Liebs­cher spielte er die „Win­ter­reise“ auf CD ein. Seine zweite Ein­spie­lung eines Schu­bert-Zyklus, dies­mal der „Schö­nen Mül­le­rin“, ent­stand 2016 (unter Benut­zung eines Ham­mer­flü­gels aus der Schu­bert­zeit) zusam­men mit Mar­tin Ber­ner. Mehr Infor­ma­tion über Jür­gen Plich fin­den Sie hier.

 

Die­ser eben erwähnte Ham­mer­flü­gel stammt aus der Meis­ter­werk­statt von Roland Heinz, Kla­vier- und Cem­bal­obau, Espenau, der auch unse­ren Flü­gel wie­der zu Leben erweckte.

 

Fotos: Tho­mas Zwil­lin­ger, Eva Ber­nard

 

 

 

 

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