Filmmusik im Westentaschenformat


Nach­dem das Glas­mu­se­um in Im­men­hau­sen für Mo­na­te ge­schlos­sen war, zeigt es sich jetzt mit neu­em Dach, fri­schem An­strich und gu­ter Akus­tik von sei­ner bes­ten Sei­te. Ein An­lass für die Ver­an­stal­tungs­rei­he „Glas & Klas­sik“ mit ei­nem be­son­de­ren Oh­ren­schmaus das Auf­füh­rungs­jahr 2018 am Frei­tag, dem 23. No­vem­ber zum Ab­schluss zu brin­gen. Zu Gast war das “Trio Me­lan­ge” mit Sö­ren Gehr­ke (Vio­li­ne), Frank Pecher (Gi­tar­re) und Hart­mut Schmidt (Ak­kor­de­on). “Sound of Ci­ne­ma” hieß der Ti­tel des Pro­gramms und prä­sen­tier­te ei­ne gut ge­wähl­te Zu­sam­men­stel­lung an be­kann­ter Film­mu­sik. Die Be­set­zung ist schon et­was au­ßer­ge­wöhn­lich und wird selbst von den Mu­si­kern zu Recht als „Film­or­ches­ter im Wes­ten­ta­schen­for­mat“ be­zeich­net. Die Stü­cke er­klan­gen in ei­ge­nem sehr ori­gi­nel­lem Ar­ran­ge­ment mit vie­len Im­pro­vi­sa­ti­ons­ein­la­gen und ei­nem be­son­de­ren Sound.

 

“Pro­biers mal mit Ge­müt­lich­keit”, “Miss Marp­le”, “Ga­bri­el­las Song”, “Fluch der Ka­ri­bik”, „Be­sa­me Mucho“, „Ju­lis­ka aus Bu­da­pest“, „La Val­se D’Amelie“ so­wie „Moon­ri­ver“ sind nur ein Aus­schnitt der Mu­sik, von der sich je­der auf sei­ne Art an­ge­spro­chen fühl­te und sich ger­ne bei Mit­mach­ak­tio­nen und Ra­te­spie­len ein­brach­te. Hart­mut Schmidt und Sö­ren Gehr­ke, die sehr un­ter­halt­sam und amü­sant durch das Pro­gramm führ­ten, schaff­ten wört­li­che Stim­mungs­bil­der und weck­ten Er­in­ne­rungs­ver­mö­gen durch die Be­schrei­bung man­cher Film­sze­nen oder Land­schaf­ten. Da­bei wur­de auch schon mal der Trab der Wes­tern­pfer­de mit „Haus­halts­mit­teln“ an Hand von Ko­kos­nuss­scha­len nach­ge­ahmt.

 

Das Pu­bli­kum tauch­te ger­ne in die Welt der gro­ßen Ge­füh­le ein und be­dank­te sich für das wun­der­ba­re Spiel der Mu­si­ker mit herz­li­chem Ap­plaus.

 

Fotohinweis: Paulo da Costa

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