Lieder mit und ohne Worte – wunderschön


Das war mal wie­der fan­tas­tisch. Als ich mit den drei Mu­si­ke­rin­nen vor fast ei­nem hal­ben Jahr über ei­ne Zu­sam­men­ar­beit ge­re­det ha­be, ha­be ich zwar ge­wusst, dass es her­vor­ra­gen­de Künst­le­rin­nen sind, aber von der Dar­bie­tung am Kon­zert­abend war ich über­rascht und sehr be­geis­tert. Die drei Mu­si­ke­rin­nen nann­ten ihr Kon­zert “Lie­der mit und oh­ne Wor­te”. Das Pu­bli­kum hör­te ein ab­wechs­lungs­rei­ches Pro­gramm aus ge­sun­ge­nen und in­stru­men­ta­len “Lie­dern” in ih­rer gan­zen Viel­falt: Kunst- und Volks­lie­der, Ari­en, Ro­man­zen, Du­et­te, Tanz- und Wie­gen­lie­der.

 

Die Mos­kau­er So­pra­nis­tin Eka­te­ri­na Ma­mys­he­va, die in Karls­ru­he Opern­ge­sang stu­diert, fas­zi­nier­te das Pu­bli­kum mit ih­rer kris­tall­kla­ren und zu­gleich so­no­ren Stim­me mit viel Vo­lu­men und Tie­fe. Sie gab Kost­pro­ben aus dem um­fang­rei­chen Re­per­toire in fünf ver­schie­de­nen Spra­chen und ge­wann gleich beim ers­ten Lied die vol­le Sym­pa­thie der Zu­hö­rer.

 

In dem nach Län­dern zu­sam­men­ge­stell­ten Pro­gramm über­nahm Ka­ta­ri­na Mal­zew, Cel­lis­tin am Staats­thea­ter Kas­sel, die Lie­der oh­ne Wor­te. Mit ih­rem far­bi­gen und fle­xi­blen Klang zeig­te sie die Viel­sei­tig­keit ih­res In­stru­men­tes. Au­ßer­dem führ­te Ka­ta­ri­na Mal­zew mit In­for­ma­tio­nen aus der Mu­sik­ge­schich­te und klei­nen An­ek­do­ten durch das Pro­gramm.

 

Sehr ein­fühl­sam be­glei­tet wur­den bei­de von der in Kas­sel le­ben­den Kon­zert­pia­nis­tin Ju­lia Rein­gardt. Sie hat­te vie­le Stü­cke für die­se Be­set­zung selbst ar­ran­giert. Wun­der­bar misch­ten sich die Klang­far­ben von Ge­sang, Cel­lo und Kla­vier in den Lie­dern von Men­dels­sohn-Bar­thol­dy, Brahms, Schu­mann, Tschai­kow­sky, Rach­ma­ni­now, De Fal­la, De­bus­sy und Fau­re. Auch zwei ei­ge­ne Kom­po­si­tio­nen aus der Fe­der der Cel­lis­tin Ka­ta­ri­na Mal­zew stan­den auf dem Pro­gramm, eben­so wie mu­si­ka­li­sche Per­len aus der Welt der Oper: Puc­ci­nis “O mio bab­bi­no ca­ro”, “Lied an den Abend­stern” aus “Tann­häu­ser” von Ri­chard Wag­ner, die “Ro­sen-Arie” der Su­san­ne von Mo­zart und ei­ne Sze­ne aus “Eu­ge­ne One­gin” von Tschai­kow­sky.

 

Am En­de be­dank­ten sich die Künst­le­rin­nen für den herz­li­chen Ap­plaus mit ei­nem Ar­ran­ge­ment der “Bar­ca­ro­le” aus der Oper “Hoff­manns Er­zäh­lun­gen” von Jac­ques Of­fen­bach.

 

Foto: Rolf Laube

 

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