Musik aus der Grammophon-Ära


 

konzert-buehnebild-mit-kuenstler-fileminimizerBei dem Trio „Sou­si & die Gram­mo­pho­ni­ker“ dach­te man an ei­ne jun­ge Da­me, na­tür­lich mit dem Na­men Su­si, die mit zwei wei­te­ren Mu­si­kern Lie­der aus den ers­ten Jah­ren des 20. Jahr­hun­derts prä­sen­tie­ren wür­den und zu­sätz­lich, weil der zwei­te Teil des Künst­ler­na­mens „Gram­mo­pho­ni­ker“ in die­se Zeit ziel­te, wo man ei­nen Plat­ten­spie­ler noch Gram­mo­phon nann­te. Da­bei stell­te sich her­aus, dass „Sou­si“ ein Sou­sa­phon war, das von ei­nem kräf­ti­gen Herrn, Jo­chen Ro­ther­mel, ge­bän­digt wer­den muss­te. Da­zu sang Ni­co­le Schö­mig, glaub­wür­dig ge­klei­det wie in den 30er Jah­ren üb­lich, in der Art „Put­tin‘ on the Ritz“ mit Zy­lin­der, haut­engem Na­del­strei­fen­an­zug und wei­ßen Hand­schu­hen. Das Trio ver­voll­stän­dig­te Wer­ner Kü­spert, ein her­vor­ra­gen­der Jazz­gi­tar­rist, ab­wech­selnd mit Gi­tar­re und Ban­jo.

 

konzert-rothermel-alleine-fileminimizerEs ka­men aus­schließ­lich Lie­der der spä­ten 20er und 30er Jah­re zum Vor­trag, die man, wenn man ein be­stimm­tes Al­ter hat­te, als Ohr­wür­mer wie­der­erkann­te. So et­wa von dem be­rühm­ten Kom­po­nis­ten Wal­ter Kol­lo „Tan­te Pau­la liegt im Bett und isst To­ma­ten“ und das Stück „Mein Pa­pa­gei frisst kei­ne har­ten Ei­er“ leg­ten ein Schmun­zeln auf die Ge­sich­ter der Zu­hö­rer. Aber auch „So ein Re­gen­wurm hat’s gut“, dass schon Heinz Rüh­mann 1937 in dem Film „Der Mann, von dem man spricht“ ge­sun­gen hat­te, be­saß gro­ßen Wie­der­erken­nungs­wert.

 

Das Pu­bli­kum geiz­te nicht mit Ap­plaus und er­klatsch­te sich ei­ne Zu­ga­be.

 

 

Fotos: Paulo DaCosta

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