Planung Gastronomie im Glasmuseum


Im Au­gen­blick schla­gen die Wel­len mal wie­der hoch, weil es, wie schon seit Jah­ren, um die Zu­kunft des Glas­mu­se­ums geht. Da  sto­ßen Wel­ten auf­ein­an­der, ob­wohl ich glau­be, dass al­le das Glas­mu­se­um er­hal­ten möch­ten. Nur wie, da gibt es ekla­tan­te Un­ter­schie­de. Ich wur­de von Herrn Mal­te Feh­ling, Freie Lis­te Im­men­hau­sen ge­be­ten, mei­ne Mei­nung zur ge­plan­ten Gas­tro­no­mie im Glas­mu­se­um zu sa­gen. Da ich um die Bri­sanz des The­mas weiß, ha­be ich mich ent­schie­den, mei­ne Aus­sa­ge hier zu ver­öf­fent­li­chen. Hier nun im ori­gi­na­len Wort­laut mein Brief an Herrn Feh­ling:

 

Sehr ge­ehr­ter Herr Feh­ling,

 

vie­len Dank für Ih­re Bit­te um ei­ne Stel­lung­nah­me zur Pla­nung „Gas­tro­no­mie im Glas­mu­se­um“.

 

Be­vor ich Ih­nen mei­ne An­sicht zur Pla­nung ei­nes Re­stau­rants im Glas­mu­se­um mit­tei­le, möch­te ich mei­ne grund­sätz­li­che Mei­nung zum Er­halt des Glas­mu­se­ums mit­tei­len. Eben­falls möch­te ich Ih­nen mei­ne jet­zi­ge La­ge er­läu­tern.

 

Mein State­ment lau­tet: das Glas­mu­se­um ist ein Al­lein­stel­lungs­merk­mal für Im­men­hau­sen wie bei­spiels­wei­se die Lun­gen­fach­kli­nik oder die Gu­ten­berg­bi­bel. Da­her darf das Glas­mu­se­um nicht ver­lo­ren ge­hen. Dar­über hin­aus steht es der Stadt Im­men­hau­sen sehr gut, da sie da­durch auch ein kul­tu­rel­les An­ge­bot bie­tet und nicht nur Of­fer­ten für sport­li­che Ak­ti­vi­tä­ten, auf die die Stadt so stolz ist. Bei­des ist wich­tig. Mei­ne Ver­an­stal­tun­gen, die ich für die Stadt eh­ren­amt­lich durch­füh­re, sind im Glas­mu­se­um gut auf­ge­ho­ben, weil das Mu­se­um ein treff­li­ches Am­bi­en­te bie­tet.

 

Mei­ne jet­zi­ge La­ge oder wenn Sie so wol­len mein Di­lem­ma. Die Stadt stellt mir das Glas­mu­se­um als Event­stät­te zur Ver­fü­gung. Ich bin da­her Gast und ver­hal­te mich auch so. Ich pfle­ge mit den Ver­ant­wort­li­chen, sei es der Mu­se­ums­lei­tung oder des Vor­stands­vor­sit­zen­den der Glas­freun­de Süß­muth ein sehr kol­le­gia­les Ver­hält­nis. Im Üb­ri­gen re­kru­tie­ren sich mei­ne hel­fen­den Hän­de, oh­ne die ich kei­ne Ver­an­stal­tung stem­men könn­te, fast aus­schließ­lich aus Men­schen, die den Er­halt des Glas­mu­se­ums in der jet­zi­gen Form be­für­wor­ten.

 

Nun end­lich zu Ih­rer Fra­ge.

 

Als ers­ten Schritt ha­be ich mir von Herrn Bür­ger­meis­ter Jörg Schüt­ze­berg das Kon­zept er­läu­tern las­sen und ha­be mir dar­aus ei­ne ei­ge­ne Mei­nung ge­bil­det.

 

Ei­ne Gas­tro­no­mie, gleich wie groß sie ist, ist für ei­nen Ver­an­stal­ter von Kon­zer­ten oder Ähn­li­chem wie ich sie durch­füh­re, im­mer ein Ge­winn. Es gibt be­stimmt Be­su­cher, die viel­leicht vor oder nach ei­ner Ver­an­stal­tung noch zu­sam­men­sit­zen und viel­leicht so­gar noch et­was Es­sen und Trin­ken möch­ten. Je­der kennt das, wenn er in Kas­sel im Staats­thea­ter war. An­schlie­ßend be­sucht man noch ein Lo­kal. War­um soll­ten un­se­re Be­su­cher das nicht tun?

 

Über die Grö­ße solch ei­nes Gas­tro­no­mie­be­trie­bes lässt sich treff­lich strei­ten. Ich kann es nicht be­ur­tei­len. Mir fehlt da­zu das Fach­wis­sen.

 

Die an­fäng­li­chen Be­den­ken, dass für mei­ne Ver­an­stal­tun­gen Platz zur Be­stuh­lung feh­len wür­de, wur­den aus­ge­räumt, da die Gren­ze zur Gas­tro­no­mie va­ria­bel zu er­wei­tern ist.

 

Dass der mu­sea­le Be­trieb, wie er bis­her vor­han­den war, ver­än­dert wird, ist mir klar. Aber da­zu müs­sen an­de­re Leu­te Stel­lung neh­men.

 

Ich le­be und über­le­be mit mei­ner Ver­an­stal­tungs­rei­he nur mit der groß­zü­gi­gen Hil­fe von Spon­so­ren. Wie die re­agie­ren wer­den, wenn die Ent­schei­dung für ei­ne Gas­tro­no­mie im Glas­mu­se­um aus­fal­len soll­te, weiß ich nicht. Es könn­te für die Ver­an­stal­tungs­rei­he „Glas & Klas­sik“ von exis­ten­zi­el­ler Be­deu­tung sein.

 

Die­ses Schrei­ben, sehr ge­ehr­ter Herr Feh­ling, ha­be ich an fol­gen­de Per­so­nen in Ko­pie wei­ter­ge­lei­tet: Herrn Jörg Schüt­ze­berg, Herrn Er­hard Sie­bert, Frau Dag­mar Ruh­lig und Herrn Rolf Lau­be.

 

Ich hof­fe, dass ich Ih­nen hel­fen konn­te und wür­de mich freu­en, Sie ein­mal per­sön­lich bei mei­nen Ver­an­stal­tun­gen be­grü­ßen zu kön­nen.

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